Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand – ZIM

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand – ZIM

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist ein Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Was ist ZIM?

ZIM ist ein Förderprogramm, verwaltet von dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). Das Förderprogramm ist branchen- und technologieoffen. Dies bedeutet, dass Unternehmen unabhängig von dem Wirtschaftsbereich und der Technologie eine Förderung beantragen können. Dabei handelt es sich um einen sogenannten „verlorenen Zuschuss“. Bei diesem muss die Förderung nicht zurückgezahlt werden. Die ZIM-Förderung unterstützt vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei Forschungs- und Entwicklungsprojekten.

Was wird gefördert?

Förderfähig sind Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Diese Innovationsprojekte können einzeln oder in Kooperationen durchgeführt werden. Als Kooperationspartner sind auch nicht wirtschaftlich tätige deutsche Forschungseinrichtungen möglich. Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand unterstützt Unternehmen bei den Gehaltskosten für Mitarbeiter in der Forschung und Entwicklung (FuE) neuer Projekte. Dabei können bis zu 100.000 € pro Person und Jahr gefördert werden. Ebenfalls sind bis zu 70% der Personaleinzelkosten für FuE-Aufträge an einen Forschungspartner zuwendungsfähig.

Wer kann ZIM beantragen?

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen, die eigenständig sind und zumindest eine Niederlassung in Deutschland haben. Kleine und mittlere Unternehmen sind solche, welche weniger als 250 Mitarbeiter beschäftigen und höchstens 50 Mio. € Jahresumsatz oder höchstens 43 Mio. € Jahresbilanzsumme haben.

Mittelständische Unternehmen, die eigenständig sind und zumindest eine Niederlassung in Deutschland haben, sind ebenfalls antragsberechtigt. Hier dürfen nicht mehr als 500 Mitarbeiter eingestellt sein und der Jahresumsatz sollte nicht mehr als 50 Mio. € betragen.

Nicht wirtschaftlich tätige deutsche Forschungseinrichtungen sind dann antragsberechtigt, wenn sie in einer Kooperation mit einem oder mehreren antragstellenden Unternehmen verbunden sind.

Welche Förderkonstellationen sind möglich?

Es können Einzelprojekte, Kooperationsprojekte und Kooperationsnetzwerke gefördert werden.

ZIM Einzelprojekte

Einzelprojekte (EP) sind von einzelnen Unternehmen eingereichte Förderanträge. Hier besteht keine Kooperation zu einem weiteren Unternehmen oder einer Forschungseinrichtung.

ZIM Kooperationsprojekte

Kooperationsprojekte werden nochmals unterteilt. Man unterscheidet zwischen Kooperationen zwischen zwei oder mehreren Unternehmen (KU), Kooperationen von Unternehmen mit nicht wirtschaftlich tätigen Forschungseinrichtungen (KF) und FuE-Aufträgen, die von einem Unternehmen an einen Forschungspartner vergeben werden (KA).

ZIM Kooperationsnetzwerke

Eine weitere Form der Kooperation sind Kooperationsnetzwerke. Als ein Kooperationsnetzwerk gilt eine Kooperation zwischen mindestens sechs klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU). Zusätzliche Partner können aus Forschungseinrichtungen, Großunternehmen, Hochschulinstituten und sonstigen Einrichtungen (bspw. Verbände) bestehen. In diesem Fall werden Entwicklungsprojekte und Netzwerkmanagementdienstleistungen von ZIM gefördert.

ZIM internationale Kooperationen

Bei dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand ist auch eine internationale Kooperation mit ausgewählten Regionen möglich. Zu den ausländischen Kooperationspartnern zählen Korea, Finnland, Belgien, Nord-Pas-de-Calais, Österreich und Alberta (Kanada).

Wie ist der Verlauf des Antragsverfahrens?

Anträge für eine ZIM-Förderung sind auf den dafür vorgesehenen amtlichen Vordrucken einzureichen. Diese können bis zum Ende der Programmlaufzeit am 31. Dezember 2019 fortlaufend gestellt werden.

Hinweis: zum 31. Dezember 2019 läuft die ZIM-Richtline aus. Allerdings ist das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand im Koalitionsvertrag fest verankert. Erfahrungsgemäß dauert es bis zum Inkrafttreten der neuen ZIM-Richtlinie etwa fünf Monate.

Nach Erteilung der Förderung sind zu den im Zuteilungsbescheid ausgewiesenen Terminen Zwischenberichte vorzulegen.

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