7. Energieforschungsprogramm „Innovationen für die Energiewende“: Nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschung

7. Energieforschungsprogramm „Innovationen für die Energiewende“: Nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschung

Mit Ende des Jahres 2022 stellt Deutschland die Stromerzeugung durch Kernenergie ein. In den darauf folgenden Jahren wird es daher notwendig sein, für eine sichere Stilllegung zu sorgen, welche darüber hinaus in technisch-wissenschaftlicher Hinsicht kompetent begleitet wird. Deshalb fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Förderung nuklearer Sicherheits- und Entsorgungsforschung im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms „Innovationen für die Energiewende“.

Was fördert das nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschungsprogramm?

Die nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschung innerhalb des 7. Energieforschungsprogramms „Innovationen für die Energiewende“ fördert drei Themenschwerpunkte. Dabei handelt es sich um die Reaktorsicherheitsforschung, die Entsorgungsforschung sowie um die Endlagerforschung. Das Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert in diesen Bereichen jeweils die anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Bei größeren Forschungsprojekten ist zudem die Förderung von Begleitstudien, wissenschaftlichen Querauswertungen und Analysen möglich.

Wer wird gefördert?

Intention des durch die Bundesregierung geschaffenen Energieforschungsprogramms ist es, die Energiewende als gesamtgesellschaftliche Herausforderung erfolgreich zu bewältigen. Die nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschung ist dabei ein Unterprogramm des BMWi-Programms „Innovationen für die Energiewende“. Das Programm fördert vor allem die Entwicklung, die Demonstration und die angewandte Forschung innovativer Energietechnologieprojekte.

Eine Technologieförderung durch die nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschung lässt sich erhalten für:

  • Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung
  • Universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • Gewerbliche Unternehmen und Gebietskörperschaften mit Entwicklungs- und Forschungskapazitäten in Deutschland

Unternehmen, die sich nach geltendem EU-Recht in Schwierigkeiten befinden, sind im Rahmen der nuklearen Sicherheits- und Entsorgungsforschung dagegen nicht antragsberechtigt.

Beantragung der BMWi-Förderung

Um eine Förderung durch das BMWi-Programm zu erhalten, ist eine Antragstellung notwendig. Diese kann seit Januar 2019 durch das Einreichen von Skizzen erfolgen. Ebenso können seither Forschungsthemen für das nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschungsprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) eingereicht werden. Die Bewerbung erfolgt unmittelbar bei dem jeweiligen Projektträger, welcher durch das BMWi beauftragt wird. Einreichungsfristen für die nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschung innerhalb des 7. Energieforschungsprogramms „Innovationen für die Energiewende“ sind nicht festgelegt. Eine Einreichung von Skizzen, Themen und Anträgen kann damit jederzeit erfolgen.

Förderkonditionen

Um eine Technologieförderung durch das 7. Energieforschungsprogramm „innovationen für die Energiewende“ zu erhalten, müssen Antragstellende diverse Kriterien erfüllen. Dazu gehören:

  • Die Befähigung, Forschungsaufgaben in personeller und materieller Hinsicht erfolgreich durchführen zu können. Dies muss in geeigneter Form, beispielsweise durch bereits erfolgte, einschlägige Projekte, nachgewiesen werden
  • Gewährleistung der bestmöglichen Verwertung der Forschungsergebnisse
  • Definition eines Verwertungsplans bei der Antragstellung für das nukleare Sicherheits- und Entsorgungsforschungsprogramm
  • Bei Verbundprojekten: Aufsetzen einer Kooperationsvereinbarung und Bestimmung eines Koordinators, der die Funktion des Ansprechpartners übernimmt

Die Kooperation mit ausländischen Partnern ist ausdrücklich erwünscht und wird entsprechend unterstützt.

Weitere Förderbedingungen der nuklearen Sicherheits- und Entsorgungsforschung des Energieforschungsprogramms

Das Antragsverfahren innerhalb der nuklearen Sicherheits- und Entsorgungsforschung des 7. Energieforschungsprogramms „Innovationen für die Energiewende“ verläuft zweistufig. Es umfasst mit der Stufe eins zunächst die Einreichung der Skizzen als Basis für die Bewertung der Förderaussichten. Wird die Skizze daraufhin als förderfähig erachtet, wird eine Empfehlung zur Antragstellung ausgesprochen. Stufe zwei beinhaltet dagegen die konkrete Einreichung der vollständigen Antragsunterlagen. Sie endet mit der Bewilligung oder Ablehnung des formellen Antrags durch den jeweiligen Projektträger. Das Zurückziehen von Skizzen oder Anträgen ist zu jedem Zeitpunkt des Antragsverfahrens möglich und beendet dieses.

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen und Bemerkungen zur nuklearen Sicherheits- und Entsorgungsforschung des 7. Energieforschungsprogramms „Innovationen für die Energiewende“ finden sich hier.

Sie interessieren sich für eine Förderung durch „Innovationen für die Energiewende“ oder eines anderen Förderprogramms, benötigen jedoch Hilfe bei der Antragstellung? Kontaktieren Sie uns – wir helfen Ihnen gerne weiter und bieten eine Innovationsberatung mit umfassendem Full-Service.

Alternativ können Sie mit unserem kostenlosen Fördercheck schnell und unverbindlich die Förderfähigkeit Ihres Innovationsvorhabens überprüfen.

Comments are closed.
Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie weiter auf dieser Website navigieren, ohne die Cookie-Einstellungen Ihres Internet Browsers zu ändern, stimmen Sie unserer Verwendung von Cookies zu. Mehr Info | Einverstanden